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Am 17. November 2012 fand in der Rübenburg ein Räbeliechtli- Fest statt. Schon am Vortag wurden gemeinsam mit dem Kindertagespflegestellen-Team die Rüben-Lichter geschnitzt, woran sich 50 Personen, davon mehr als die Hälfte Kinder inkl. 4 Zwillingspaaren beteiligten.

Am Feiertag selbst, am Samstag, setzte sich nach Einsetzen der Dunkelheit der Räbeliechtli-Zug in Bewegung. Nach einer Dreiviertelstunde am Ausgangs- und Zielpunkt angekommen, versammelten sich die gut 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Kinder, Freunde und Bekannte aus der näheren und weiteren Umgebung bei warmen Waffeln, Kakao, Punsch und Glühwein um ein grosses Feuer, unter den mit allen Räbelichtern geschmückten großen Schirmen und um den Kamin im Haus. Feuer, Räbeliechtli, angestrahlte Bäume, Leuchttonnen und Fackeln vereinigten sich dabei zu einem zauberhaften Lichtermeer. Mehr (u.a. die Gebrauchsanweisung zum Räbeliechtli-Schnitzen) in der Einladungweiterpfeil

Räbelichtli-Brauch

Räbeliechtli-Laufen ist ursprünglich ein alemannischer Brauch, bei dem zum Erntedank aus einem einstigen Grundnahrungsmittel, d.h. aus den einfachen und als letzten Ackerfrüchten eingebrachten „Räben“ (Herbstrüben, Krautrüben, Ackerrüben, Wasserrüben oder auch Stoppelrüben), Lichter geschnitzt werden. In der Schweiz, gerade auch in den Städten, werden die Räbelichter den ganzen November über immer wieder an mehreren Abenden „ausgetragen“, bis sie trocken und schrumpelig sind.

Das schöne daran: selbst in der Hochpreisinsel Schweiz kostet das Material kaum etwas; wegen der Feuchtigkeit und Verschlossenheit sind die Lichter nicht entflammbar und damit trotz echter Kerze kaum gefährlich und Groß und Klein; nicht zuletzt finden sich auch Alt und Jung beim gemeinsamen Schnitzen. Und wo würde dieser Brauch besser passen, als in der Rübengegend schlechthin?

ABER: Rübe ist – wie wir schmerzlich erfahren mussten – nicht gleich Rübe: Das, was es in der Schweiz in jedem Supermarkt gibt, ist in Norddeutschland auch nach fast 100 Telefonaten in keinem Laden, Markt und auch über Großmärkte einfach nicht zu bekommen (dabei sehen sie fast wie ganz gewöhnliche Steckrüben aus, welch letztere aber aufgrund der Härte und der mangelnden Transparenz sowie wegen des geringeren Wasseranteils nicht brauchbar sind). Dem aber nicht genug: auch der Notfallplan, ein paar Kisten dann eben aus der Schweiz zu importieren, erwies sich als außerordentlich schwierig, da ausgerechnet in diesem Jahr die Ernte wegen ungünstigen Wetters vielerorten ausgefallen war. Weil aus einem groß angekündigten Räbeliechtli-Laufen aber nicht einfach ein Papierlaternen-Laufen werden sollte (zumal es doch bereits so viele schöne Laternen-Umzüge in der Umgebung gab), wurde dem sich gerade in der Schweiz befindlichen Hausherren Vormittags aufgetragen:

wie telefonisch zuvor abgeklärt, im nächsten Migros (d.i. die größte Supermarktkette der Schweiz) in die Gemüseabteilung zu gehen; dort 3 Kisten Räben in Empfang zu nehmen; danach damit in die Taschenabteilung zu fahren; alsdann den dort telefonisch vorbestellten größten Rollkoffer im Sortiment zu behändigen; nach dem Bezahlen an der Kasse die ca. 60 Rüben im Koffer zu verstauen; eine Stunde eher als der Terminkalender erlaubte per S-Bahn zum Zürcher Flughafen zu fahren; beim ebenfalls telefonisch vorinformierten Check-In das 42 Kilogramm schwere Zusatzgepäckstück aufzugeben; dem Zoll eine glaubhafte Erklärung zum Import von 60 Rüben abzugeben und schließlich mitten in der Nacht mit dem Taxifahrer das Ganze in den Kofferraum zu hieven und zuguterletzt in der Speisekammer der Rübenburg abzuladen...

... soviel zum Export eines Brauches!

Bilder vom Räbelichtlifest

(Vielen Dank für die Bilder v.a. an Felix Meyer und Max Heinrich Thiele Wittig!)